Chronologie

Geschrieben von: Markus Steinbichler

Das älteste Datum scheint anlässlich des Gründungsfestes der Feuerwehr auf. Am 23 August 1896 wurde die Musik gebeten dieses Fest zu umrahmen. Alten Erzählungen zufolge bestand die Musik damals aus 7 Mitgliedern unter der Führung von Kapellmeister Hönigl Sebastian.

Diese kleine Truppe fand sich zwanglos zusammen und spielte auf diversen Anlässen wie Hochzeiten, Begräbnissen usw.

Am Vorabend zu diesem 23. August spielte die Musik einen Fackelzug. Den Weckruf am nächsten Morgen spielte die Waidhofner Stadtkapelle. Unsere Musik dürfte nicht dazu in der Lage gewesen sein dieses Fest alleine würdig zu umrahmen.

Nachdem schon lange der Wunsch bestand eine eigene Musikkapelle im Ort zu haben, ging man am 1.April 1901 bei einer Ausschusssitzung der FF daran eine Musikkapelle zu gründen.

Die Mitglieder der Feuerwehr verpflichteten sich, soweit sie musikalisch zu gebrauchen waren, beizutreten.

Angeregt wurde dieses Unternehmen von Hr. Josef Pirampl, Franz Forster und dem damaligen Feuerwehrhauptmann Alois Zugschwert.

Kapellmeister wurde Herr Josef Großberger.

In der Chronik ist zu lesen, „Es wird uns hier schon aufgeschrieben, dass die Musiker damals einem Faßerl Bier nicht abhold waren“

Wahrscheinlich war des der schlechte Einfluss der Feuerwehr.

Am 27. Mai 1907 übernimmt Josef Pirampl die Führung der Musikkapelle.

Die darauf folgende Zeit war extrem Schwierig für die damalige Feuerwehrmusikkapelle, die zwei Kriege brachten den Verein beinahen zur Auflösung zumal viele Musiker gefallen oder vermisst waren. Der Klangkörper musste immer wieder neu zusammengestellt werden. Und in diesen wirtschaftlichen Zeiten war der Instrumentenankauf mit für heute unvorstellbaren Mühen verbunden.

Der dritte Kapellmeister, August Kefer übernimmt den Verein 1951.

In seine Zeit fällt die Loslösung von der Feuerwehr zum eigenständigen Verein und die Gründung eines Musikunterstützungsvereines 1952 zur finanziellen Absicherung der Musik.

Federführend damals bei der Gründung im Gasthaus Rössler, August Kefer, Florian Fröhlich, Riegler Karl, Schnabel Josef, Bläumauer Franz, Marquart Michael, Pfaffel Leopold und Winter Ludwig.

Am 7. Sept. 1952 hielt die Musikkapelle ihr 50. Gründungsfest verbunden mit der Gründung des Musikunterstützungsvereines ab. Zu dieser Veranstaltung musste auch die Erlaubnis der russischen Kommandantur aus Amstetten eingeholt werden. 11 Kapellen aus der Umgebung waren zu diesem Fest erschienen.

Weiters auch im Jahre 1952 die Gründung und der Beitritt zum NÖ Blasmusikverband. (Opponitz hat dort die Beitrittsnummer 5).

1956 spielte die Musik das erste, für den Verein finanziell sehr wichtige Wunschkonzert vor dem Gasthof Bläumauer. Das Fest wurde zusammen mit der Schuhplattlergruppe, der Volktanzgruppe, sowie der bekannten Sängergruppe Schnabl-Hönigl- Auer gestaltet und war ein voller Erfolg.

1959 die Anschaffung einer neuen Uniform (die graue Gendarmen-Uniform). Die Musikkapelle wurde ja vor dieser Zeit von der Feuerwehr eingekleidet.

Erstmalig in der Geschichte der Musikkapelle wurde am Faschingsamstag am 27.Februar 1960 ein Musikerball veranstaltet. Die Stärke der Musikkapelle zu diesem Zeitpunkt: 24. Mitglieder. Im Vergleich zu heute, momentan 52 aktive Mitglieder.

Am 4.und 5. August 1962 fand das 10. Bezirksmusikfest zugleich mit dem 60jährigen Bestand der Musikkapelle in Opponitz statt. Unter anderem trat bei diesem Fest die von Volkschuldirektor Pfaffel aufgestellte Blockflötengruppe das erste Mal an die Öffentlichkeit.

Weiters wurde ein Wertungsspiel und eine Marschmusikbewertung organisiert wobei 16 Kapellen teilnahmen.

Mit einem Monsterkonzert fand das Bezirksmusikfest dann am Abend seinen Ausklang.

1967 Neuinstrumentierung

1970 wurde die Musik mit der grüne Tracht eingekleidet, die bis ins Jahr 1999 getragen wurde und ab diesem Zeitpunkt von der jetzigen Hammerherren Tracht abgelöst wurde.

Durch das Organisationstalent August Kefer kamen auch Partnerschaften mit „Brohl am Rhein“, „Weil der Stadt“ und „St. Nikolei im Sausal zustande, weiters wurden auch wichtige Dinge abseits der Musik, wie die Abhaltung einer halbjährlichen Blutspendeaktion eingeführt. August Kefer hat Musik nicht praktiziert sondern Musik gelebt wie ein langjähriger Weggefährte einmal treffend formulierte. Sein Idealismus spiegelte sich auch in der Ausbildung von weit mehr als 500 Jungmusikern wieder, die durch ihn das Spiel eines Instrumentes erlernten.

1981 bis 1983 Errichtung des Musikerheims, 1984 Eröffnung des Musikerheims und Zeltfest.

Seit 1986 also bereits seit knapp 20 Jahren liegen die Geschicke der Musikkapelle in den Händen seines Sohnes August Kefer junior. Die Einführung des Neujahrskonzertes 1989 und vor allem die Einführung eine Kirchenkonzertes 1993 tragen seine Handschrift.

Am 10. Juni 2001, 100 jähriges Jubiläum der Musikkapelle mit Zeltfest am Hojasplatz. Die meisten von Euch werden sich noch daran erinnern können (mehr oder weniger gut).